Ein Samstag im April
Der 5. April 2025 ist ein Samstag, und in Dortmund blühen gerade die ersten Obstbäume. Svenja und Marvin heiraten heute, und ich darf den ganzen Tag bei ihnen sein: von der Trauung in Brechten über die Fotos im Grünen bis zum letzten Licht am Hafen und zur Feier im TYDE.
Wir kennen uns da schon eine Weile. Beim Engagement-Shooting standen wir zu dritt auf einer Obstwiese ganz in der Nähe, und genau dorthin kommen wir heute noch einmal zurück.
Die Trauung in St. Johann Baptist
Am Nachmittag stehen die beiden in der alten Dorfkirche St. Johann Baptist in Brechten voreinander, Hände in Händen. Svenja strahlt, Marvin schaut auf ihre Finger und grinst in seinen Bart. Hinter ihnen sitzt die Musik, vor ihnen hält jemand das Mikrofon hin. Mehr braucht es gerade nicht.
Und dann ist es passiert. Marvin nimmt Svenjas Gesicht in beide Hände, und für einen Moment gibt es in dieser Kirche nur die zwei.
Draußen vor dem Portal wartet schon die Gesellschaft. Der Schleier fliegt, der Strauß leuchtet, und die beiden gehen Arm in Arm ihre ersten Schritte als Ehepaar.
Kurz durchatmen zwischen Blüten
Bevor es zur Feier geht, nehmen wir uns Zeit zu dritt. Wir fahren zu der Obstwiese, auf der wir schon das Engagement-Shooting gemacht haben. Damals waren die beiden verlobt, jetzt stehen sie als Ehepaar zwischen denselben Bäumen, und die ersten weißen Blüten sind auch schon da. Ich sage an solchen Stellen nicht viel. Die zwei sollen ankommen, bei sich und beieinander, und ich fange ein, was dann zwischen ihnen passiert.
Irgendwann fangen sie an zu tanzen. Ohne Musik, mitten im Gras. Ich gehe ein paar Schritte zurück und fotografiere durch die Zweige.
Ankommen im TYDE
Gefeiert wird im TYDE am Dortmunder Hafen. Dort warten Backstein, Holzbalken und große Fenster. Und Gäste, die wissen, wie man ein Brautpaar empfängt: Als Svenja und Marvin reinkommen, fliegen die Servietten durch die Luft.
Auf den Tischen stehen Wiesenblumen in kleinen Gläsern, die Namensschilder sind von Hand auf Eukalyptusblätter geschrieben.
Svenja hat sich inzwischen einen Strickpullover über das Kleid gezogen. Im April wird es abends frisch, und am Buffet steht es sich so auch entspannter.
Goldene Stunde am Dortmunder Hafen
Dann kommt die Sonne noch einmal richtig raus. Wir schnappen uns zwei Flaschen Bergmann und gehen vor die Tür. Dortmunder Bier zur Dortmunder Hochzeit, das passt. Zehn Minuten später rennen die beiden lachend an einer Wellblechwand entlang, und ich renne rückwärts vor ihnen her.
Zwischen Stahl und Lagerhallen wird es dann ganz ruhig. Stirn an Stirn, Augen zu. Das sind die Bilder, für die man nichts können muss. Man muss nur da sein.
Ein kurzer Weg die Treppe hoch zum Alten Hafenamt, und auf der Brücke über dem Hafenbecken geht die Sonne unter. Marvin dreht Svenja einmal im Kreis. Das Kleid fliegt, die Kräne stehen im Gegenlicht. Dortmund kann Romantik, nur eben auf seine Art.
Die Jungs, die Nacht und der erste Tanz
Nach Einbruch der Dunkelheit sind die Jungs dran. Eigentlich sollte es ein Gruppenfoto werden. Es endet damit, dass Marvin durch die Luft fliegt.
Kurz nach elf wird es still im TYDE. Ein Scheinwerfer, Lichtpunkte auf dem Boden, alle im Kreis. Svenja und Marvin tanzen, und als er sie am Ende hochhebt, klatscht der ganze Raum.
Danke, Ihr zwei
Liebe Svenja, lieber Marvin: Danke, dass ich an diesem Tag wirklich dabei sein durfte. Ihr habt nichts gespielt und nichts gestellt, Ihr wart einfach Ihr. Genau so sehen die Bilder jetzt aus.
Ihr heiratet in Dortmund?
Dann erzählt mir von Eurem Tag. Ich bin von der Trauung bis zum Tanz bei Euch, nah dran und im Hintergrund. Schreibt mir an info@studio152.de oder per WhatsApp.